Der Zaun um einen Roboter wirkt wie der einfachste Teil der ganzen Linie: ein paar Pfosten, Gitter, eine Tür. Trotzdem entstehen gerade bei der Umzäunung die meisten Nachträge: eine fehlende Tür, ein Durchgang, den niemand eingezeichnet hat, oder ein Zaun, der zu nah steht. Jede dieser Änderungen kostet nach der Montage mehr, als wenn man sie am Anfang gelöst hätte.
Was der Zaun erfüllen muss
Aus Sicht der Normen ist ein Schutzzaun eine feststehende trennende Schutzeinrichtung. Für die Konstruktion gilt die DIN EN ISO 14120, für die Abstände zur Gefahrenstelle die DIN EN ISO 13857 und bei Roboterzellen zusätzlich die DIN EN ISO 10218-2. Vereinfacht gelten drei Dinge:
- Man kann ihn nicht übersteigen, unterkriechen oder hindurchgreifen. Zaunhöhe, Maschenweite und Abstand zum Roboter hängen zusammen. Je größer die Masche oder je niedriger der Zaun, desto weiter weg muss er stehen. Deshalb baut man an Robotern in der Praxis eher höhere Zäune mit engerem Gitter, sie brauchen weniger Platz.
- Er hält aus, was passieren kann. Eine Person lehnt sich an, ein Stapler stößt an, ein Teil fliegt weg, im schlimmsten Fall prallt der Roboter selbst an. Wie fest der Zaun sein muss, bestimmt nicht der Katalog, sondern die Risikobeurteilung. Oft reichen Standardfelder, und verstärkt wird nur der Abschnitt im Roboterbereich.
- Er lässt sich nicht einfach abnehmen. Feststehende Schutzeinrichtungen dürfen sich nur mit Werkzeug lösen lassen. Felder, die bei der Wartung abgenommen werden, sollten unverlierbare Befestigungen haben.

Was den Preis am meisten bestimmt
Der Meter Zaun ist für sich genommen nicht teuer. Der Preis entsteht vor allem durch das, was dazugehört:
- Türen und ihre Absicherung. Jeder Zugang bedeutet Tür, Zuhaltung oder Schalter, Griff und Verdrahtung. Drehtüren sind günstiger als Schiebetüren, brauchen aber Platz zum Öffnen.
- Materialdurchgänge. Tunnel für Förderbänder, Palettenein- und -ausfahrten, Lichtvorhänge mit Muting. Bei der Palettierung ist das oft teurer als der Zaun selbst.
- Art der Füllung. Gitter ist am günstigsten. Polycarbonat oder Blech dort, wo Späne oder Flüssigkeiten wegfliegen können oder vor Schweißlicht geschützt werden muss.
- Länge und Form der Trasse. Gerade, lange Abschnitte sind günstig, viele Ecken, Schrägen und Ausschnitte erhöhen den Preis. Dafür gibt es Systeme wie SSP Easy-Line für einfache, lange Trassen und Flex-Line für komplexe und individuelle Lösungen.
- Montage. Sie montieren selbst, oder wir übernehmen die Montage.
Was Sie vor der Anfrage vorbereiten sollten
- Layout der Zelle mit Maßen (DWG/DXF oder PDF),
- Verlauf des Zauns und Lage der Zugänge,
- Durchgänge für Förderbänder und Paletten,
- Robotertyp, Reichweite und die Angabe, ob sichere Achsbegrenzungen vorhanden sind,
- Risikobeurteilung oder Sicherheitskonzept, falls vorhanden.
Sie haben keine Risikobeurteilung und wissen nicht, wie fest der Zaun sein muss? Kein Problem, dabei helfen wir am häufigsten. Wir planen den Zaun nach den tatsächlichen Risiken Ihrer Linie, mit Schutzzaunsystemen von SSP. Dazu liefern wir Zuhaltungen, Lichtvorhänge und den kabellosen Not-Halt Safety Simplifier.
Schicken Sie uns Ihr Layout. Wir melden uns mit einem Vorschlag für die Trasse und einem Angebot.


